Untermensch in österreichs auflagenstärkster Tageszeitung

Gelegentlich fällt mir eine Ausgabe der „Kronen Zeitung“ in die Hände, so auch am gestrigen Sonntag.
Da ich tagtäglich mindestens 3 Zeitungen lese, und mich die „Kronen Zeitung“ weder thematisch, noch inhaltlich tangiert, blättere ich sofort zum „Freien Wort“ (die Leserbriefseiten) und lese dort, teils amüsiert, meistens jedoch schockiert, Leserbriefe, die laut „Krone“ die Meinung des österreichischen Volks wiedergeben.
Da ich den selektiven und manipulativen Umgang der „Kronen Zeitung“ mit dem Medium Leserbrief kenne, wundere ich mich meistens nicht sonderlich über die abgedruckten geistigen Unzulänglichkeiten.
Als ich jedoch Franz Engels Leserbrief „Türkische Vergewaltiger“ (07.12.2008, übrigens der erste abgedruckte) las, stieg mein Blutdruck und mein Verlangen nach Rechenschaft.
Franz Engel benutzt in eben genannten Leserbrief den in der nationalsozialistischen Propaganda gebräuchlichen Terminus Untermensch und ich finde es unverantwortlich, in österreichs meistgelesener Tageszeitung (lt. Angaben 2,962.000 tägliche Leser), Worte wie diese abzudrucken, unabhängig von Tatbestand und Herkunft.

Momentan arbeite ich an einem offenen Schreiben an die Kronen Zeitung, Parteien und diverse Medien, um die Redaktion der „Kronen Zeitung“ zu einer öffentlichen Distanzierung und einer Entschuldigung zu bewegen.

Glaubt ihr, das kann funktionieren?
Ist die Krone mit dem Klassiker: „… spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wieder“ schon reingwaschen?
Ist es zu viel verlangt, Worte wie Untermensch nicht lesen zu wollen?
Ich hoffe mal ihr könnt mir helfen, ich schwinge inzwischen die in der Krone häufig zitierte „Gutmenschennazikeule“ und fühle mich wohl dabei!!!!!

2 Kommentare

Eingeordnet unter Kritisches

2 Antworten zu “Untermensch in österreichs auflagenstärkster Tageszeitung

  1. AcidFX

    Nein es nicht nicht zu viel verlangt das nicht lesen zu wollen!
    Es ist einfach zuviel das dieses Geschmiere gedruckt wird. Denn mehr als Hetze war dieser sogenannte Leserbrief nicht.

    Eine Schande für eine Zeitung so etwas zu drucken.

  2. Du schreibst mir mit jedem Wort aus dem Herzen.

    Nicht zuletzt weil auch mir gelegentlich eine Krone in die Hände fällt und ich danach meist etwas im Blog aufzuarbeiten habe. Gestern zufällig auch zum frrreien Worrrt.

    So eine Unfassbarkeit wie die „Untermenschen“ sollte mit einer halbherzigen Distanzierung nicht mehr abgetan werden können. Dafür ist hier inzwischen nachweislich zuviel System im Spiel.

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